Charly Kowalczyk

Aktuelles

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31.08.2017

Buchtipp:

Lisa Brönnimann

Niemandskinder

Verdingt und Verachtet. Meine Kindheit in der Schweiz

Co-Autorin: Ulrike Renk

10,00, Bastei Lübbe, 284 Seiten, ISBN: 978-3-404-60951-2

Ersterscheinung: 25.08.2017

Lisa weiß nicht, wer ihre Mutter ist, aber die muss sie hassen, sonst hätte sie sie bestimmt niemals allein gelassen. Seit sich Lisa erinnern kann, wird sie zwischen verschiedenen Pflegestellen hin und her geschoben, ihre Eltern hat sie nie kennengelernt. Mit fünf Jahren kommt sie zu einer neuen Pflegemutter, die sie und die anderen Kinder unbarmherzig quält. Sie prügelt, ertränkt ihre Opfer fast in kaltem Wasser oder sperrt sie tagelang in eine finstere Kammer. Es ist eine harte Kindheit voller Arbeit und Entbehrungen – und das in den 1970er-Jahren in der Schweiz. Dahinter steht ein politischer Skandal. Bis 1981 ordneten die Schweizer Behörden „fürsorgerische Zwangsmaßnahmen“ an: Arme und uneheliche Kinder oder Waisen wurden in Heimen und Pflegefamilien untergebracht und mussten dort als „Verdingkinder“ arbeiten. Lisa Brönnimanns Schicksal steht stellvertretend für Tausende Betroffene.

Der Verlag Bastei Lübbe ist durch mein Feature "Halt´s Maul, du lügst! Verdingkinder in der Schweiz" auf Lisa Brönnimann aufmerksam geworden.

15.08.2017

Sendehinweis:

NDR Info, 13.08.2017, um 11.05 Uhr:

Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste

Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung

Zum Nachhören:

http://www.ndr.de/info/Das-Feature-Ploetzlich-wuchsen-Schorsch-Brueste-,audio334048.html

12.07.2017

SR 2, 15.06.2017, um 11.05 Uhr:

Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste

Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung

15.02.2017

SWR 2, 15.02.2017, um 22.03 Uhr, mein Feature:

Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste

Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung

Pressetext

Anfang der 70er-Jahre stellte der Ersatzdienstleistende Gebhard Stein im badischen Epilepsiezentrum der Diakonie Kork häufig die Medikamente für den nächsten Tag zusammen. Ihm fiel auf, dass ein Jugendlicher täglich eine Pille ohne Arzneimittelnamen bekam. Nur der Name eines großen Pharmakonzerns und eine Nummer standen auf der Medikamentenpackung. Damals behaupteten die Ärzte und Pfleger in Kork, dass man bei Schorsch den Sexualtrieb hemmen müsse. Der Autor geht in seinen Recherchen den Erinnerungen des Ersatzdienstleistenden nach. Was geschah in Kork und vielleicht auch anderswo? Wurden junge, behinderte Männer Versuchskaninchen eines Pharmakonzerns? Wie reagiert die diakonische Einrichtung in Kork auf den Vorwurf? Und nicht zuletzt: Haben Menschen mit geistiger Behinderung heute ein sexuelles Selbstbestimmungsrecht?

15.02.2017

Veranstaltung im Universum in Bremen

Sexualität und Partnerschaft

am 16. Februar um 19 Uhr

·        

·         Die Themen Sexualität und Partnerschaft werden innerhalb der Lieblingsräume im Raum Wohnzimmer dargestellt. Themen und Geschichten im Wohnzimmer sind u.a. Diversität von Beziehungen, Geschlechterrollen, Liebe im Alter, Beziehung im Kontext Behinderung, moderne Aufklärung und Verhütung. Diese Themen werden anhand eines Videoportraits (Vorstellung einer Regenbogenfamilie), drei Audio-Features (Familienvater mit Asberger-Autimus, Neue Liebe im Seniorenalter, Verheiratet trotz geistiger Beeinträchtigung) sowie verschiedenen Exponaten und Informationstexten interaktiv präsentiert.

·         Folgende Gäste haben für das erste SIT IN ihre Teilnahme zugesagt

o   Michèle und Matthias Kosmalla -> Ein Ehepaar mit geistiger Beeinträchtigung

o   Meline Götz -> Sexualpädagogin von profamilia Bremen

o   Gabriele Paulsen -> Gründerin der Agentur Nessita (Sexualbegleitung spezialisiert auf Liebe im Alter)

o   Charly Kowalczyk -> (freier Journalist, schrieb für den Deutschlandfunk und dem SWR über die Verwendung von triebhemmenden Medikamenten in Behinderteneinrichtungen in den 70er Jahren)

09.12.2016

"Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste"

Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung

von Charly Kowalczyk / DLF und SWR

Regie: Heide Schwochow

Sendetermine:

Deutschlandfunk, 13. Dezember 2016, 19.15 Uhr (43.50 Minuten)

SWR 2, 15. Februar 2017, 22.03 Uhr (54.23 Minuten)

Pressetext

Anfang der 70er-Jahre stellte der Ersatzdienstleistende Gebhard Stein im badischen Epilepsiezentrum der Diakonie Kork häufig die Medikamente für den nächsten Tag zusammen. Ihm fiel auf, dass ein Jugendlicher täglich eine Pille ohne Arzneimittelnamen bekam. Nur der Name eines großen Pharmakonzerns und eine Nummer standen auf der Medikamentenpackung. Damals behaupteten die Ärzte und Pfleger in Kork, dass man bei Schorsch den Sexualtrieb hemmen müsse. Der Autor geht in seinen Recherchen den Erinnerungen des Ersatzdienstleistenden nach. Was geschah in Kork und vielleicht auch anderswo? Wurden junge, behinderte Männer Versuchskaninchen eines Pharmakonzerns? Wie reagiert die diakonische Einrichtung in Kork auf den Vorwurf? Und nicht zuletzt: Haben Menschen mit geistiger Behinderung heute ein sexuelles Selbstbestimmungsrecht?

 

http://www.deutschlandfunk.de/medikamententests-geistig-behinderte-menschen-als.1247.de.html?dram:article_id=371099

30.11.2016

Der (Alp-)Traum vom Wohnen in Gemeinschaft

Oder: Wenn Eltern sich verwirklichen

Von Charly Kowalczyk

Regie: Friederike Wigger

 

Sendetermine:

NDR Info, 31. Juli 2016, 11.05 - 12.00 Uhr

rbb Kulturradio, 21. August 2016, 14.04 - 15.00 Uhr

Pressetext

"Mein Zimmer ist winzig, das finde ich schrecklich", mault Toni, 12. Auch Dario, 15, findet die Idee seiner Eltern mit dem "Leben in der Gemeinschaft" verzichtbar. "Schade", sagen Gilda, 54, selbstständige Stimmtherapeutin und Uwe, 55, Sozialarbeiter in einem Kinderheim. "Aber wir machen es trotzdem". Sie wollen gemeinsam mit den Kindern ihren Traum verwirklichen: Leben in einem Wohnprojekt. Und weil die Kinder in einigen Jahren aus dem Haus sein werden, möchte das Paar mit anderen Menschen zusammen sein, gemeinsam etwas erleben, nicht allein sein. Wenn es auf der Baustelle in Werder/Havel gut vorangeht, ziehen sie als eine der ersten Familien in die ehemalige Likörfabrik mit eigenem Bootssteg, Badestelle und Gemeinschaftsräumen ein. Aber sie wissen nicht, wie lange sie das finanziell stemmen werden. Der Druck lastet auf ihnen. So wie die Ablehnung der Kinder, die nicht in die Kleinstadt wollen.

Zur Seite des NDR

27.10.2016

ARD Radiofeature

Ein Feature über hoch qualifizierte Menschen

Sendezeiten siehe:

http://www.ard.de/home/radio/Schwer_behindert/3377616/index.html

Pressetext

Die Arbeitslosigkeit von Schwerbehinderten bleibt hoch, obwohl sich die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt verbessert und Unternehmen über Fachkräftemangel klagen. Doch ein Viertel aller beschäftigungspflichtigen Betriebe weigert sich, Menschen mit Behinderungen einzustellen und zahlt stattdessen lieber die vom Gesetzgeber verordneten Ausgleichsabgaben. In Bewerbungsverfahren, besonders für Stellen in Leitungsfunktionen, werden Behinderte häufig ausgebremst. Immer wieder vermitteln Arbeitsagenturen und Jobcenter hoch qualifizierte Schwerbehinderte allenfalls an Behinderteneinrichtungen oder in Computerkurse, nicht jedoch auf Stellen, die ihren Fähigkeiten entsprechen. Und dies obwohl Deutschland 2007 als einer der ersten Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, auch im Arbeitsleben, verbietet.

Produktion: Saarländischer Rundfunk 2016

23.08.2016

Zum Nachhören

Samstag, 27.8.2016, 8.30 - 9.00 Uhr

SWR 2 Wissen

Menschenversuche - Wie viel Skrupel braucht die Forschung?

Eva Schindele / Charly Kowalczyk / Produktion 2015

Darf man Ebola-Patienten mit ungetesteten Medikamenten behandeln? Darf man Gesund mit nicht erprobten Wirkstoffen impfen? Die Weltgesundheitsorganisation hat diese Schritte im Kampf gegen die Epidemie empfohlen. Normalerweise werden Arzneimittel nur zugelassen, wenn sie auf Verträglichkeit und Nutzen geprüft worden sind. Pharmafirmen weichen für diese Arzneimittelprüfungen zunehmend nach Russland, in die Ukraine oder Indien aus. Das Risiko tragen dabei die Probanden, die oft nur mitmachen, weil sie sich sonst keine Gesundheitsversorgung leisten können. Seit jeher dienen Abhängige, Arme und Behinderte als menschliche Versuchskaninchen: Nazi-Ärzte nutzten KZ-Häftlinge für ihre grausamen Experimente. Amerikanische und russische Forscher testeten die Folgen von Radioaktivität an Unwissenden, und eine schweizer Pharmafirma erprobte ihre Antidepressiva an Heimkindern.

Link

23.08.2016

Diskussion auf der dokka in Karlsruhe

am 25. Mai um 17 Uhr in der Kinemathek

In Karlsruhe wird mein DLF/BR/WDR Feature nominiert:

Ich will ein Geständnis

Medikamentenversuche an Kindern in der Schweiz

Zum Programm


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